Siem Reap – Das Tor zu Angkor Wat

ALLES war du über Siem Reap – die Ausgangsstadt zu Angkor Wat – wissen musst!

Möchte man die Tempelanlagen von Angkor Wat sehen, fliegt man nach Siem Reap in Kambodscha. Von hier ist es nur ein Katzensprung – ca. 7 Kilometer – zu den Tempeln. Siem Reap ist auch die Hauptstadt der gleich lautenden Provinz Siem Reap in Kambodscha und wird von Touristen zum Übernachten genutzt bei einem Besuch in Angkor Wat. Doch „quirlig“ ist die Stadt schon lange nicht mehr, ist hier doch der Tourismus die Nummer 1 der Arbeitgeber. Schließlich haben im Jahr 2019 knapp 9.5 Mio. Menschen ein Ticket für die Tempel gekauft. Die Stadt selbst hat eigentlich recht wenig zu bieten, doch kann man sich hier dennoch gut aufhalten zwischen den Tempelbesuchen.

Touristenmassen in Angkor Wat. Alle mit dem Tuk Tuk da ;-)
Touristenmassen in Angkor Wat – in Siem Reap ist immer etwas los!

Hotels gibt es in allen Preisklassen, ebenso westliche Restaurants, die vor allem in der lauten Pub Street angesiedelt sind. Die typischen Nachtmärkten laden zum essen und Souvenirs kaufen ein. Tagsüber hält man sich gerne an den Hotelpools auf, während man morgens und abends bei den Tempels sich aufhält.

Die Stadt liegt im Nordwesten des Landes und ist ein guter Ausgangspunkt für die unterschiedlichsten Unternehmungen. Siem Reap wird auch als Tor zu den Ruinen der Tempelanlage von Angkor Wat bezeichnet. Die Ruinen waren vom 9. bis zum 15. Jahrhundert Sitz des Khmer-Königreichs.

Weitere Ausflugsmöglichkeiten für Tagesausflüge sind beispielsweise der nahe gelegene Tonlé Sap. Auf diesem See befinden sich ganze schwimmende Dörfer. Eine andere Möglichkeit bieten die vielen umliegenden, jedoch weniger bekannten, Tempel. Wenn man es jedoch ruhiger mag, kann man auch einfach einen Ausflug mit dem Fahrrad in die Natur, eine Vogelbesichtigung oder einfach einen Stadtbummel machen.

Die Pub Street in Siem Reap
Die Pub Street in Siem Reap

Geschichte von Siem Reap

Erstmals wurde das Dorf Siem Reap im Jahr 1860 erwähnt. Ein französischer Forscher, der eine Reise in diese Gegend unternahm, entdeckte die Tempel von Angkor wieder. Seinen Namen hat die Stadt Siem Reap einem Kampf zu verdanken. Im 17. Jahrhundert haben die Khmer das Heer des thailändischen Königreichs Ayutthaya besiegt. Sinngemäß übersetzt bedeutet der Name Siem Reap nämlich auch „Ort der Niederlage der Siamesen“. Seit 1795 stand die Region unter der Herrschaft von Siam. Erst 1907 gingen Siem Reap und Angkor auf Grund des Französisch-Siamesischen Vertrags vom 23. März, wieder in die Hände von Kambodscha zurück. Auf Grund der ab 1975 und bis in die 90er Jahre anhaltenden Überfälle der Roten Khmer, gab es zu dieser Zeit kaum Tourismus. Dieser hat sich nach und nach erholt und die Besucherzahlen steigen jährlich.

Stadtplan & Orientierung in Siem Reap

Siem Reap ist grundsätzlich immer noch wie eine Kleinstadt aufgebaut, dennoch ist der Verkehr laut und schnell, die Orientierung ist aber recht einfach zu verstehen. Die Stadt erstreckt sich  über eine Nord-Süd-Länge von ungefähr 2km und besitzt eine Ost-West-Breite entlang der National Route #6 von ca. 4km. Das Zentrum befindet sich rund um den Alten Markt „Psar Chaa“ und die nachts sehr gern genutzte Pub Street. Unterkünfte kann man in der ganzen Stadt finden. Durch den Norden und am Psar Leu (Hauptmarkt) im Osten sowie am Grand Hotel d´Angkor im Zentrum vorbei führt die Nationalstraße 6 (NH6) zum Flughafen und weiter an die thailändische Grenze. Der „Stung Siem Reap“ (Siem-Reap-Fluss) strömt von Norden nach Süden durch die Mitte der Stadt. Es verlaufen über ihn viele Brücken und vor allem der Nachtmarkt lässt zum Schlendern ein, oftmals ist der Fluß auch beleuchtet, was ihn auch für Einheimische zum beliebten (und romantischen) Treffpunkt macht.

Ein Zurechtfinden anhand der Straßennummerierung oder der Straßennamen ist nicht einfach, da die Nummerierung sehr willkürlich gewählt wurde. Nur etwa 6 bzw. 8km nördlich der Stadt befinden sich die Tempelanlagen Angkor Wat bzw. Angkor Thom. Google Maps hilft bei der Orientierung sollte man auf eigene Faust ohne Guide oder Tuk Tuk Fahrer unterwegs sein.

Die Detailkarte von Angkow Wat.
Die Detailkarte von Angkor Wat.

Die Stadtteile von Siem Reap

Wie die meisten anderen Städte auch, besitzt Siem Reap verschiedene Stadtteile mit ihren jeweiligen Vorzügen. Die wichtigsten hiervon sind:

  • Old Market Area: Es ist der „Place-to-be“; ein Großteil des Nachtlebens spielt sich in diesem Viertel ab.
  • Taphul Village Area: der Nachtmarkt, verschiedene Discos und eine Reihe günstiger Unterkünfte sind hier zu finden
  • Old French Quarter: dieses Viertel befindet sich nördlich des Old Market und ist im Kolonialstil gehalten. Hier sind nur wenige Hotels und Restaurants ansässig, diese jedoch i.d.R. aus der etwas teureren Kategorie
  • Wat Bo Area: der Stadtteil östlich des Flusses bietet einigen schönen, direkt am Fluss gelegenen Hotels sowie einer Reihe Budget-Unterkünften eine tolle Lage
  • Wat Damnak Area: dies ist der weniger erschlossene Südosten von Siem Reap
  • Airport Road: entlang der Straße, welche sich bis zum Flughafen erstreckt, haben sich zahlreiche große Hotels und Restaurants angesiedelt.
  • Nördliches Siem Reap: dies ist das Stadtviertel nördlich der Nationalstraße 6 an der Straße nach Angkor. Hier befinden sich die Royal Gardens und das neue National Museum.

Angkor Park Pass Ticket Counters

Im „Angkor Park Pass Ticket Counter“ außerhalb der Stadt gibt es die Tickets für die Tempel. Man findet die Verkaufsstelle an der Ecke der Street 60 und der Apsara Road. Fährt man die Apsara Road Richtung Norden kommt man zu Angkor Wat, vorher muss man dann das erste Mal das Ticket an einem Ticket-Checkpoint vorzeigen. Die Preise sind im Januar 2020 wie folgt: 1-Tages Pass 37 USD, 3 Tages Pass 62 USD und der 7 Tages Pass kostet 72 USD.

Am besten kauft man sein Ticket am Vorabend (Öffnungszeiten beachten!), dann kann man am 1.Tag gleich morgens zum Sonnenaufgang fahren und hat am meisten vom Tag. Eintrittskarte für Angkor Wat in Siem Reap kaufen.

Sehenswürdigkeiten von Siem Reap

Natürlich ist Angkor Wat der eigentliche Grund, weshalb man nach Siem Reap kommt. Doch es gibt noch mehr zu sehen im Stadtzentrum und in der umliegenden Gegend.

Wat Bo Tempel

Einer der ältesten Tempel der Stadt ist der Wat Bo Tempel. Dieser besitzt im Inneren gut erhaltene Wandmalereien aus dem späten 19. Jahrhundert. Diese zeigen Szenen aus dem Reamker, der kambodschanischen Version des Ramayana. Auch heute noch leben in dem Tempel Mönche. Ein regelmäßiges Singen dieser Mönche kann man irgendwann zwischen 16:30 Uhr und 18:00 Uhr erleben. Dieses Erlebnis hat etwas Faszinierendes und Spirituelles an sich.

Angkor-Nationalmuseum

In dem modernen und interaktiven Museum wird durch Interaktionen das Verständnis für die Khmer-Zivilisation und die Erhabenheit Angkors verbessert und das Interesse der Besucher geweckt. In der Ausstellung gibt es ausführliche Erläuterungen, Videos mit Touchscreen sowie die Möglichkeit, einen Sonnenuntergang vor dem Panorama des Angkor Wat zu bestaunen. Eine kleine Einführung wird durch eine Präsentation gegeben. Der erste Raum, den die Besucher betreten ist die zenartige „Gallery of a Thousand Buddhas“, mit einer Sammlung unterschiedlichster Figuren aus verschiedenen Epochen und Materialien. Die 7 weiteren Räume sind nach Themen wie Epochen und Entwicklung des Khmer-Reiches, Religionen, Baustile der Angkor-Könige, die verschiedenen Königshäuser sowie Angkor Wat und Angkor Thom eingerichtet. In den einzelnen Räumen gibt es interessante Ausstellungsstücke zu den präangkorianischen Perioden Funan und Chenla, den großen Khmer-Königen sowie zahlreiche Inschriften. Jedoch scheint die Anzahl an Exponaten und Skulpturen geringer zu sein als im Nationalmuseum in Phnom Penh. Die interessantesten Stücke der Ausstellung sind ein sitzender Buddha aus dem späten 12./frühen 13. Jahrhundert im Schutz eines naga, ein stehender Vishnu aus dem Sambor Prei Kuk in Kompong Thom aus dem 7. Jahrhundert sowie ein Türsturz von dem Tempel Banteay Srei aus dem 10. Jahrhundert.

Das Angkor-Nationalmuseum in Siem Reap
Das Angkor-Nationalmuseum in Siem Reap

War Museum

In diesem Museum haben Besucher die Möglichkeit, alte Waffen einmal anzufassen. Die berühmtesten Exponate sind das Maschinengewehr AK-47 sowie verschiedene Raketenwerfer. Als Motiv für ein Foto kann dies gut genutzt werden, jedoch sollte man auch über die Schutzvorschriften nachdenken. Zusätzlich dazu gibt es noch weiteren Kriegsschrott zu bestaunen, wie zum Beispiel sowjetische Kampfpanzer vom Typ T-54 und MiG-19-Militärflugzeuge. Die Führungen durch das Museum werden durch ihre Scouts – ehemalige Soldaten – sehr authentisch gestaltet.

Angkor Center for Conservation of Biodiversity

Dieses Schutzzentrum arbeitet mit dem Zoo in Münster zusammen und setzt sich für den Schutz von bedrohten Tierarten ein. In dem Zentrum, das wie ein Zoo besucht werden kann, leben viele gefährdete einheimische Arten, unter Anderem Gibbons, Leopardenkatzen, Makakken, Schildkröten, Störche und Ibisse. Mit diesen Tieren werden Zucht- und Auswilderungsprograme durchgeführt. Zum Teil wurden die Tiere aus nicht artgerechter Haltung konfisziert. Das Schutzzentrum betreibt ebenfalls Naturschutzaufklärung in Schulen. Besichtigt werden kann das Zentrum im Rahmen einer Führung, welche etwa 1,5 Stunden dauert. Hier wird um eine Mindestspende von 3 US$ gebeten, um das Projekt weiterhin finanzieren zu können.

Royal Crusade for Independence Gardens & Royal Residence

Die Gärten werden meist abgekürzt durch „Royal Gardens“. Direkt gegenüber von den wunderschönen Gärten befindet sich die „Royal Residence“, welche leider nur von außen besichtigt werden kann und für Besucher nicht zugängig ist.

Die königlichen Gärten werden gerne sowohl von Touristen als auch von Einheimischen genutzt. Bei Feierlichkeiten innerhalb der Stadt werden die Gärten oftmals als Austragungsort genutzt, da sie ein schönes Ambiente bieten. Die Gärten werden von den Einheimischen auch „Bat Park“ genannt, da Hunderte von Flughunden dort in den hohen Bäumen leben. Diese ernähren sich von Früchten und werden in der Abenddämmerung oft dabei gesehen, wie sie nach Insekten jagen.

Preah Ang Chek Preah Ang Chorm

In den Gärten und westlich der Königlichen Residenz befindet sich der Schrein Preah Ang Chek Preah Ang Chorm. Hier in der Pagode werden die Schutzgöttinnen von Siem Reap beherbergt. Die zwei heiligen Statuen der Schwester-Gottheiten, die vermutlich einmal Prinzessinnen von Angkor gewesen sind, standen ursprünglich in Angkor Wat in der Galerie Preah Poan. Die Gottheiten heißen Preah Ang Check (diese ist die größere und schlankere der beiden Figuren) und Preah Ang Chorm (sie ist die kleinere der Figuren). Die Statuen, welche aus dem 16. Jahrhundert stammen, wechselten innerhalb von Siem Reap mehrmals ihren Standort, um vor möglichen Invasoren geschützt zu werden. Ende der 1950er Jahre wurden sie dann von ihrem damaligen Standort Angkor Thom in das Angkor Conservation Center befördert, bis sie letztendlich 1990 ihren bisher letzten Platz hier in diesem Schrein gefunden haben. Die einheimische Bevölkerung betet an dieser Stätte um Glück. Besonders beliebt ist hier ein Gebet von frisch vermählten Eheleuten. Eine tolle Atmosphäre kann man hier in der Abenddämmerung erleben, da um diese Zeit der Duft von Räucherstäbchen etc. die Luft durchströmt.

Phare Zirkus in Siem Reap

Neben den weltbekannten Tempeln in der Angkor Wat Anlage gibt es in Siem Reap noch weitere kulturelle Highlights. Als Abwechslung zum Erkunden der Tempel und Relaxen am hoteleigenen Pool eignet sich der Phare Zirkus. Der Phare Circus ist auch als Cambodion Circus überall in Siem Reap bekannt – jeder TukTuk-Fahrer bringt dich in Windeseile hin. Die Show junger Artisten aus Kambodscha umfasst verschiedene Geschichten mit unterschiedlichen Themen – beim Besuch des Zirkus Ende 2019 lag der Fokus auf dem städtischen Leben der Kambodschaner und der Metal Musik. Der Phare Zirkus erzählt dabei eine Geschichte aus dem alltäglichen Leben und begeistert mit akrobatischen Kunststücken.

Jeden Abend findet eine Veranstaltung im Zirkus statt – während der Saison gibt es zudem einige Zusatzauftritte am späten Nachmittag. Tickets sind im Cambodian Circus für drei unterschiedliche Kategorien erhältlich. Da das Zirkusrund doch relativ überschaubar ist, können Besucher von jedem Platz das bunte Treiben in der Manege gut beobachten.

Ganz nebenbei unterstützen Reisende mit einem Besuch des Phare Zirkus noch einen guten Zweck. Schließlich kommt ein Teil der Eintrittsgelder der Förderung einer Schule zugute, an welcher sowohl Artisten ausgebildet als auch normale Schulbildung vermittelt wird. Selten ist es möglich, etwas für den guten Zweck zu tun, was dennoch so viel Spaß macht.

Siem Reap aus der Luft – der Angkor Ballon

Es gibt mehrere Möglichkeiten die Tempel aus der Luft zu sehen. Die Stadt Siem Reap ist eher uninteressant aus der Luft. Der Tourist hat versch. Möglichkeiten: Es werden Hubschrauberflüge, Ultraleichtflüge und Ballonfahren angeboten. Während ein Hubschrauberflug mindestens 99 EUR kosten, ist eine Fahrt mit dem Angkor Ballon am günstigsten und zeigt tolle Ausblicke auf die Tempeln. Dabei steigt man in einem Gasballon knapp 120 Meter hoch uns sieht dann für 15 USD (Zum Sonnenuntergang 25 USD) die Haupttempel von Angkor.

Angkorwat aus der Luft - der Angkor Ballon macht es möglich.
Angkorwat aus der Luft – der Angkor Ballon macht es möglich.

Tagesausflüge von Siem Reap aus

Zusätzlich zu den bisher genannten Aktivitäten bietet Siem Reap noch zahlreiche weitere Aktivitäten. Auch Tagesausflüge können unternommen werden.

  • Vogelbeobachtung:

Für vogelbegeisterte Besucher bietet die Region rund um Siem Reap einige Möglichkeiten, verschiedene exotische Vögel zu beobachten. Eine Heimat für seltene Wasservögel ist auch der Tonlé Sap See. Er ist das Paradies für Vogelliebhaber. Ist man interessiert daran, so kann man die Tiere stundenlang beobachten.

  • Schwimmende Dörfer auf dem nahe gelegenen Tonlé Sap See:

Wenn man es nicht gesehen hat, kann man sich kaum vorstellen, dass tatsächlich das komplette Leben der Menschen auf dem Wasser stattfindet. Die Schulkinder fahren mit Booten zur Schule, Waren werden in schwimmenden Geschäften verkauft und Snacks von Booten aus an die Leute gebracht.

Auf dem größten See Südostasiens leben in 170 schwimmenden Dörfern rund 80.000 Menschen. Diese sind größtenteils Vietnamesen, denen es untersagt ist, Land zu besitzen.

Diese Menschen haben sich dem stark variierenden Wasserstand mit ihrem Leben angepasst. Der See ist Wohnort, Verkehrsweg, Nahrungs- und Einkommensquelle zugleich. Die Einwohner besitzen zum Leben Hausboote oder bauen ihre Häuser auf schwimmenden Bambusplattformen auf. Stelzenhäuser sind eine weitere Alternative zu diesen Lebensformen.

Ein toller Zwischenstopp auf dem Weg zum See ist die Lotos Farm. Diese bietet kostenlose Führungen an, in der man den Arbeitern bei der Gewinnung und Weiterverarbeitung von Lotosseite zusehen kann.

Anreise & Fortbewegung in Siem Reap

Wie kommt man nach Angkor Wat?

In die kambodschanische Stadt Siem Reap kann man auf verschiedene Weise gelangen. Es gibt einen Flughafen, eine Anbindung mit dem Bus oder Auto und auch auf dem Schiffsweg ist Siem Reap gut zu erreichen. Je nachdem wie viel Zeit man hat, kann man zwischen den verschiedenen Verkehrsmitteln wählen.

  • Per Flugzeug: Der Siem Reap International Airport liegt 7km westlich des Stadtzentrums, Flüge gibt es vor allem von Bangkok aus mehrmals pro Tag als auch Inlandsflüge von der Hauptstadt Phnom Pehn. Direktflüge von Europa aus sucht man vergeblich.
  • Per Sammeltaxi oder Auto nach Siem Reap: nach Phnom Penh  braucht man mit dem Auto ca. 4 h.
  • Per Bus nach Siem Reap: nach Bangkok dauert es ca. 8 h, Busse in die Hauptstadt zwischen 5 und 6 Stunden.
  • Per Schiff nach Siem Reap: Von Battambang oder Phnom Penh aus möglich.
Anreise nach Siem Reap mit dem Flugzeug, hier von Bangkok aus.
Anreise nach Siem Reap mit dem Flugzeug, hier von Bangkok aus.

Fortbewegung innerhalb Siem Reap

Auch in Siem Reap gibt es verschiedene Möglichkeiten der Fortbewegung – abhängig vom Verkehr sollte man etwas Geduld mitbringen. Folgende Möglichkeiten hat man vor Ort:

  • Auto mit Fahrer: Mietwagen mietet man am besten im Hotel bzw. Gästehaus: Dies kostet pro Tag ab etwa 30$ inklsuive dem Fahrer. Allerdings sollte man auch hier beachten: Je teurer die Unterkunft, desto höher ist der Preis für einen Mietwagen.
  • Mit dem Motorrad: Innerhalb und rund um die Stadt Siem Reap dürfen Ausländer eigentlich keine Motorräder mieten. Allerdings haben sich in den letzten Jahren die Vorschriften gelockert. Aus diesem Grund sind Motorräder mittlerweile überall zu haben.
  • Mit dem E-Bike bzw. E-Roller: Einen tollen und umweltschonenden Kompromiss bietet das Projekt Green e-bikes. Es ist eine Kombination aus Fahrrad und Motorrad. Zum Aufladen des Akkus gibt es 3 Stationen bei den Tempeln und einige mehr in der Stadt. Pro Tag kostet hier ein E-Bike 10$. Ein weiterer von uns getesteter Dienst ist „Bayon Electic Bike Rental“ direkt neben den Green e-bikes. Hier zahlt man nur 7-8 USD am Tag und E-Bikes mit einer Reichweite von 50 Kilometer sowie ein Wechselservice neben dem Ta Prohm Tempel.
  • Fahrrad: Möchte man einen guten Zweck unterstützen, so kann man über das Projekt White Bicycles Fahrräder mieten. Dieses Projekt wird von mehr als 50 Gästehäusern unterstützt. Ein Fahrrad kostet hier 2$ pro Tag. Mit dem Gewinn werden heimische Entwicklungsprojekte in der Region um Siem Reap unterstützt. Aber Achtung: Die Entfernungen sind nicht zu unterschätzen und je nach Temperaturen und Sonneneinstrahlung ist das Fahrradfahren eine anstrengende Angelegenheit.
  • TukTuk und Fahrer:  Dies ist die bequemste Art des Tempel-Hoppings. Der Fahrer fährt einen von Tempel zu Tempel und warten während des Besuchs. Kosten zwischen 12 und 20 USD.
Ein typisches Tuk Tuk in Siem Reap - hier unterstützt von Grad, dem Fahrdienstanbieter.
Ein typisches Tuk Tuk in Siem Reap – hier unterstützt von Grab, dem Fahrdienstanbieter.
Orientierung, Entfernungen & Grad, der Fahrdienstanbieter

Von Siem Reap fährt man eine gute Viertelstunde zu den ersten Tempeln von Angkor Wat. Mittlerweile ist auch nach Siem Reap der Fahrdienstanbieter Grab angekommen. Hier kann man per Handy App einen Fahrer direkt buchen und sieht auch sofort den Preis. Sehr praktisch!

Hotels, Gästehäuser und weitere Unterkünfte

Die Angebote an Übernachtungsmöglichkeiten sind in Siem Reap sehr vielfältig. Für jeden Geschmack und Geldbeutel ist hier etwas dabei. Partyunterkünfte für Backpacker, hippe Hotels und luxuriöse Spas sowie Ferienhäuser bieten genügend Platz für alle Besucher an.

Hostels und Backpacker: Ein einfaches Dormbett ist bereits für 4$ zu erhalten. Wenn man ein eigenes Bad und einen Ventilator (der sehr zu empfehlen ist) im Preis inbegriffen haben möchte, zahlt man schon 10$, mit Klimaanlage liegen die Preise bei 15-20$. Diese günstigen Gästehäuser sind meistens familiengeführt.

Mittelklassebereich: Im Mittelklassebereich gibt es viele günstige Boutiquehotels, welche teilweise auch einen Pool zur Benutzung mit anbieten. Die Preisspanne in diesem Segment liegt bei etwa 30-150$. In der Nebensaison buhlen die vielen Anbieter um Gäste und liefern sich dadurch eine Art Preiskampf.

Luxushotels und gehobene Klasse: Auch für die Spitzenklasse sind zahlreiche Hotels vorhanden. In vielen Fällen bieten diese jedoch auch nicht mehr an, als die Hotels der Mittelklasse. Viele Hotels dieser Kategorie erheben zusätzlich noch Steuern: eine allgemeine Steuer über 10%, eine Touristensteuer in Höhe von 2% und manchmal auch noch zusätzlich eine Servicegebühr von 10%.

Resorts & Ferienhäuser: Zusätzlich zu diesen Kategorien gibt es noch ganze Resorts, die Ferienhäuser im Preisbereich von 500-725$ anbieten oder Lodges, die für ein Zimmer 230-510$ verlangen.

In eigentlich allen Hotels  ist das Frühstück im Regelfall im Preis enthalten, welches natürlich unterschiedlich ausfällt. In den billigen Hostels gibt es Frühstück gegen Aufpreis, doch dann weicht man in umliegende westliche Cafes aus und sogar ein Starbucks Cafe hat in Siem Reap eröffnet.

Unsere Hoteltipps für Angkor Wat & Siem Reap:

Im Dezember 2019 war ich das letzte Mal für eine Woche in Angkor Wat und bin in zwei verschiedenen Hotels abgestiegen: Zunächst war ich drei Nächte im Rose Royal Boutique Hotel und danach vier Nächte im Chateau d’Angkor La Residence. Beide Hotels haben im Innenhof ein Pool, welche im Dezember bei Temperaturen um die 30 Grad mittags auf jeden Fall erfrischend sind.

  • Rose Royal Boutique Hotel: Im Dezember 2019 kosteten drei Nächte 172 USD (pro Nacht 57 USD).
  • Chateau d’Angkor La Residence: Im Dezember 2019 kosteten vier Nächte 276 USD (pro Nacht 68 USD).

Ist Siem Reap fürs Backpacking geeignet? Budget und Preise

In Siem Reap sind Backpacker genauso willkommen wie wohlhabendere Luxus-Touristen. Auch wenn die Eintrittskarte für die Tempel recht teuer ist, sind die Hotels und das Essen recht günstig für junge Leute. Ein Bett im Dorm kostet ca. 5 USD , ein Abendessen auf dem Nachtmarkt bekommt man inklsuive Bier für unter 4 USD. Abhängig vom Tagesbudegt mietet man sich zusammen mit anderen ein TukTuk für ann ca. 4 USD pro Person oder ein Fahrrad für 2 USD. Man kann eine günstige Zeit hier verbringen.

Essen und Trinken in Siem Reap: Nachtmärkte!

Siem Reap bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten, wenn es um das Thema Essen geht. Es gibt sowohl Restaurants mit nationaler als auch internationaler Küche. Außerdem bieten hervorragende Straßenimbisse eine Vielzahl an unterschiedlichen heimischen Gerichten an. Hier ist etwas für jedes Budget vorhanden. Die internationale Küche bietet etwas von jedem Kontinent an. Natürlich gibt es auch Fastfood wie Domino’s Pizza, Kentucky Fried Chicken oder Burgerking in Siem Reap. Durch die Franzosen gibt es hier übrigens sehr gute Cafés und Bäckereien, so dass man nicht unbedingt zum Starbucks Siem Reap gehen muss. Eine gute Auswahl findet man im Shopping-Center in der Okhna Oum-Chnay Street, in der auch ein Amazonas Cafe ist. WLAN gibt es hier natürlich überall kostenlos.

In der Gegend in und um den Psar Chaa – den Nachtmarkt – gibt es einige interessante Straßenimbisse sowie frische Lebensmittel zu kaufen. Zusätzlich zu diesen Angeboten bieten einige Gästehäuser ein gutes Speisenangebot an lokalen sowie westlichen Gerichten. Einige Mittelklasse- sowie alle Spitzenklasse-Hotels besitzen eigene Restaurants. Oftmals wird in den Hotels und Gaststätten auch ein Abendessen mit traditionellem Tanz angeboten.

Restaurantstipps:

In der Pubstreet gibt es sicherlich die größte Auswahl von Lokalen: Hier haben sich einige Franzosen, Belgier und Schweizer nieder gelassen, die westliches Essen und Cocktails zu entsprechenden Preisen anbieten. Herauszustellen sind hier z.B. das „Paper Tiger Eatery“ (belgisch), die bekannte „The Angkor What? Bar“ oder das „Red Piano“ (französisch) oder das „Banana Leaf“ mit abendlicher Livemusik.

Typisches asiatisches Essen: Chicken-Zwiebeln mit Steamed Reis.
Typisches asiatisches Essen: Chicken-Zwiebeln mit Steamed Reis.

Ausgehen und Nachtleben in Siem Reap

Früher einmal verschlafenes Dschungeldorf, heute eine internationale Jetset-Destination. Dieser Wandel benötigt selbstverständlich auch ein – für jeden Geschmack zutreffendes – Nachtleben. Auch am nächsten Morgen kann man es sich in zahlreichen Cafés, welche sich teilweise auch für soziale Projekte vor Ort einsetzen, gut gehen lassen.

Pub Street

Diese Straße ist jeden Abend der Hauptstandort zum Ausgehen. Aus Sicherheitsgründen wird sie dann für den Verkehr gesperrt. Getränkestände, Imbisskarren und Partyvolk beherrschen die Straße. Wer diesen Trubel mag, der kann hier gut flanieren und sich einmal umsehen, was dort geboten wird. Je später der Abend, desto mehr ist hier los.

Die Pub Street in Siem Reap
Die Pub Street in Siem Reap

In den kleinen Gassen des Viertels befinden sich viele Restaurants nebeneinander. Man sollte sich erst einmal ein wenig umsehen, um sich dann spontan für eines der Restaurants zu entscheiden.

Zusätzlich zur Pub Street sind auch noch die Alley im Süden und die kleineren Straßen im Norden des Viertels einen Besuch wert. Hier ist etwas weniger los, aber immer noch einiges geboten.

Nachtbars und Nachtclubs, welche bis in die späten Morgenstunden geöffnet sind, kann man in der Wat Prohm Roth Street und in der Sok San Road finden. Viele der Bars sowie Hotels bieten auch eine Happy Hour an. Angesagte Hotspots sind die Bars in den Hotels FCC Angkor und Grand Hotel d´Angkor. Einige Backpacker trinken Schnaps und spielen Trinkspiele bis spät in die Nacht oder den Morgen hinein. Eine der besten Bars, die Strandbar im Mad Monkey, schließt bereits vor Mitternacht. Dies ist aber eher die Ausnahme. Einen Besuch wert sind auch die Partys im Funky Flashpacker nahe der Sok San Road. Die Partys hier dauern meist über die ganze Nacht an.

Einige Hotels bieten Kneipentouren zu den beliebtesten Bars im Viertel um die Pub Street an.

Sicherheit, Gefahren & Ärgernisse in Siem Reap

Sicherheit in Siem Reap - Waffen sind genauso wie Rauchen und Haustiere in der Shopping Mall verboten.
Sicherheit in Siem Reap – Waffen sind genauso wie Rauchen und Haustiere in der Shopping Mall verboten.

Auch wenn Siem Reap selbst als relativ sichere Stadt gilt, sollte man doch auf einiges achten:

  • Es ist ratsam, bei Kneipentouren in kleinen Gruppen loszuziehen und nie seinen Drink allein auf dem Tisch stehen lassen. Stichwort Narkose und Betäubung.
  • Dunkle Strassen sollte man nachts vermeiden.
  • Taschen besser nicht in den Fahrradkorb legen. Sie sind für Drive-By-Diebe leicht zu erbeuten. Dasselbe gilt beim Tuk-Tuk fahren.
  • Bei Ausflügen zu den etwas abgelegeneren Tempelanlagen bitte unbedingt an die beschilderten Wege halten, da es bei Phnom Kulen und Koh Ker nach wie vor Landminen gibt.

Weitere Ärgernisse:

  • Es gibt Kinder, die bei den Tempeln (z.B. beim Osttor von Angkor Wat) Souvenirs verkaufen – diese sagen, sie hätten heute keine Schule und müssten somit Geld verdienen. Bitte nicht unterstützen.
  • Eine bekannte Betrugsmasche ist die mit Babymilchpulver. Von einer Mutter mit Baby angesprochen, werden Touristen um Geld für dieses Pulver gebeten. Man soll im nächsten Geschäft das teuerste Produkt kaufen. Ist der Kauf abgewickelt, bringt die Mutter etwas später das Milchpulver zurück in den Laden. Der Besitzer des Geschäftes teilt dann den Gewinn mit ihr.
  • Auch gibt es hin und wieder Bettler auf den Straßen. Dabei nicht vergessen sollte man, dass in einem Land ohne Sozialsystem sowie staatliche Hilfen das Leben der Ärmsten sehr hart ist. Kinderbettelei jedoch bitte nicht unterstützen. Für die Kinder ist es besser, man besorgt ihnen Nahrungsmittel, da diese das Geld in den meisten Fällen abgeben müssen. Heutzutage verkaufen viele ehemalige Bettler Bücher, Postkarten oder Souvenirs an Touristen, anstatt weiter nach Almosen zu fragen.
  • Achtung vor Provisionsbetrügereien. Um diesen entgegenzuwirken, am besten bereits vorab ein Taxi bzw. moto oder Tuktuk online buchen oder vor Ort mit den entsprechenden Hotels und Gästehäusern verhandeln.
  • Die Eintrittskarten für die Angkor Wat Tempel gibt es nur im originalen Ticketcenter etwas außerhalb von Siem Reap. Möchte Ihnen z.B. direkt am Flughafen jemand Ihnen ein Ticket verkaufen, melden Sie dies der Security.