Siem Reap – Das Tor zu Angkor Wat

Die Stadt Siem Reap bei Angkor Wat – eine Übersicht

Möchte man Angkor Wat sehen, fliegt man nach Siem Reap in Kambodscha. Von hier ist es nur ein Katzensprung zu den Tempeln. Siem Reap ist auch die Hauptstadt der gleich lautenden Provinz Siem Reap in Kambodscha und wird von Touristen gerne zum Übernachten genutzt bei einem Besuch in Angkor Wat.

Die Stadt liegt im Nordwesten des Landes und ist ein guter Ausgangspunkt für die unterschiedlichsten Unternehmungen. Siem Reap wird auch als Tor zu den Ruinen der Tempelanlage von Angkor Wat bezeichnet. Die Ruinen waren vom 9. bis zum 15. Jahrhundert Sitz des Khmer-Königreichs. Die weitläufige Tempelanlage besteht aus opulent verzierten Steingebäuden. Unter anderem gehören zu diesen Gebäuden zum Beispiel der Haupttempel Angkor Wat und der Bayon-Tempel von Angkor Thom, an welchem riesige Gesichter in Stein gemeißelt sind.

Touristenmassen in Angkor Wat. Alle mit dem Tuk Tuk da ;-)
Touristenmassen in Angkor Wat.

Weitere Ausflugsmöglichkeiten für Tagesausflüge sind beispielsweise der nahe gelegene Tonlé Sap. Auf diesem See befinden sich ganze schwimmende Dörfer. Eine andere Möglichkeit bieten die vielen umliegenden, jedoch weniger bekannten, Tempel. Wenn man es jedoch ruhiger mag, kann man auch einfach einen Ausflug mit dem Fahrrad in die Natur, eine Vogelbesichtigung oder einfach einen Stadtbummel machen.

Geschichte von Siem Reap

Erstmals wurde das Dorf Siem Reap im Jahr 1860 erwähnt. Ein französischer Forscher, der eine Reise in diese Gegend unternahm, entdeckte die Tempel von Angkor wieder. Seinen Namen hat die Stadt Siem Reap einem Kampf zu verdanken. Im 17. Jahrhundert haben die Khmer das Heer des thailändischen Königreichs Ayutthaya besiegt. Sinngemäß übersetzt bedeutet der Name Siem Reap nämlich auch „Ort der Niederlage der Siamesen“. Seit 1795 stand die Region unter der Herrschaft von Siam. Erst 1907 gingen Siem Reap und Angkor auf Grund des Französisch-Siamesischen Vertrags vom 23. März, wieder in die Hände von Kambodscha zurück. Auf Grund der ab 1975 und bis in die 90er Jahre anhaltenden Überfälle der Roten Khmer, gab es zu dieser Zeit kaum Tourismus. Dieser hat sich nach und nach erholt und die Besucherzahlen steigen jährlich.

Stadtplan & Orientierung in Siem Reap

Siem Reap ist grundsätzlich immer noch wie eine Kleinstadt aufgebaut, weshalb man sich hier sehr gut und leicht zurechtfinden kann. Die Stadt erstreckt sich mittlerweile über eine Nord-Süd-Länge von ungefähr 2km und besitzt eine Ost-West-Breite entlang der National Route #6 von ca. 4km. Das Zentrum befindet sich rund um den Alten Markt „Psar Chaa“ und die nachts sehr gern genutzte Pub Street. Unterkünfte kann man in der ganzen Stadt finden. Durch den Norden und am Psar Leu (Hauptmarkt) im Osten sowie am Grand Hotel d´Angkor im Zentrum vorbei führt die Nationalstraße 6 (NH6) zum Flughafen und weiter an die thailändische Grenze. Der „Stung Siem Reap“ (Siem-Reap-Fluss) strömt von Norden nach Süden durch die Mitte der Stadt. Es verlaufen über ihm viele Brücken. Man kann somit problemlos von der einen auf die andere Uferseite wechseln. Ein Zurechtfinden anhand der Straßennummerierung oder der Straßennamen ist nicht einfach, da die Nummerierung sehr willkürlich gewählt wurde. Nur etwa 6 bzw. 8km nördlich der Stadt befinden sich die Tempelanlagen Angkor Wat bzw. Angkor Thom.

Die Detailkarte von Angkow Wat.
Die Detailkarte von Angkor Wat.

Die Stadtteile von Siem Reap

Wie die meisten anderen Städte auch, besitzt Siem Reap verschiedene Stadtteile mit ihren jeweiligen Vorzügen. Die wichtigsten hiervon sind:

  • Old Market Area: Es ist der „Place-to-be“; ein Großteil des Nachtlebens spielt sich in diesem Viertel ab.
  • Taphul Village Area: der Nachtmarkt, verschiedene Discos und eine Reihe günstiger Unterkünfte sind hier zu finden
  • Old French Quarter: dieses Viertel befindet sich nördlich des Old Market und ist im Kolonialstil gehalten. Hier sind nur wenige Hotels und Restaurants ansässig, diese jedoch i.d.R. aus der etwas teureren Kategorie
  • Wat Bo Area: der Stadtteil östlich des Flusses bietet einigen schönen, direkt am Fluss gelegenen Hotels sowie einer Reihe Budget-Unterkünften eine tolle Lage
  • Wat Damnak Area: dies ist der weniger erschlossene Südosten von Siem Reap
  • Airport Road: entlang der Straße, welche sich bis zum Flughafen erstreckt, haben sich zahlreiche große Hotels und Restaurants angesiedelt.
  • Nördliches Siem Reap: dies ist das Stadtviertel nördlich der Nationalstraße 6 an der Straße nach Angkor. Hier befinden sich die Royal Gardens und das neue National Museum.

Die Stadt Siem Reap erstreckt sich mittlerweile über eine Nord-Süd-Länge von ca. 2km und besitzt eine Ost-West-Breite von ca. 4km. Das macht eine Gesamtfläche von ca. 8km². Die Ortschaft befindet sich auf einer Höhe von gerade einmal 18m ü.N.N. und wird von 139.458 Einwohnern besiedelt (Stand: 2018).

Die anderen Sehenswürdigkeiten von Siem Reap

Natürlich ist Angkor Wat der Grund, weshalb man nach Siem Reap kommt. Doch es gibt noch mehr zu sehen im Stadtzentrum und in der umliegenden Gegend.

Wat Bo Tempel

Einer der ältesten Tempel der Stadt ist der Wat Bo Tempel. Dieser besitzt im Inneren gut erhaltene Wandmalereien aus dem späten 19. Jahrhundert. Diese zeigen Szenen aus dem Reamker, der kambodschanischen Version des Ramayana. Auch heute noch leben in dem Tempel Mönche. Ein regelmäßiges Singen dieser Mönche kann man irgendwann zwischen 16:30 Uhr und 18:00 Uhr erleben. Dieses Erlebnis hat etwas Faszinierendes und Spirituelles an sich.

Angkor-Nationalmuseum

In dem modernen und interaktiven Museum wird durch Interaktionen das Verständnis für die Khmer-Zivilisation und die Erhabenheit Angkors verbessert und das Interesse der Besucher geweckt. In der Ausstellung gibt es ausführliche Erläuterungen, Videos mit Touchscreen sowie die Möglichkeit, einen Sonnenuntergang vor dem Panorama des Angkor Wat zu bestaunen. Eine kleine Einführung wird durch eine Präsentation gegeben. Der erste Raum, den die Besucher betreten ist die zenartige „Gallery of a Thousand Buddhas“, mit einer Sammlung unterschiedlichster Figuren aus verschiedenen Epochen und Materialien. Die 7 weiteren Räume sind nach Themen wie Epochen und Entwicklung des Khmer-Reiches, Religionen, Baustile der Angkor-Könige, die verschiedenen Königshäuser sowie Angkor Wat und Angkor Thom eingerichtet. In den einzelnen Räumen gibt es interessante Ausstellungsstücke zu den präangkorianischen Perioden Funan und Chenla, den großen Khmer-Königen sowie zahlreiche Inschriften. Jedoch scheint die Anzahl an Exponaten und Skulpturen geringer zu sein als im Nationalmuseum in Phnom Penh. Die interessantesten Stücke der Ausstellung sind ein sitzender Buddha aus dem späten 12./frühen 13. Jahrhundert im Schutz eines naga, ein stehender Vishnu aus dem Sambor Prei Kuk in Kompong Thom aus dem 7. Jahrhundert sowie ein Türsturz von dem Tempel Banteay Srei aus dem 10. Jahrhundert.

War Museum

In diesem Museum haben Besucher die Möglichkeit, alte Waffen einmal anzufassen. Die berühmtesten Exponate sind das Maschinengewehr AK-47 sowie verschiedene Raketenwerfer. Als Motiv für ein Foto kann dies gut genutzt werden, jedoch sollte man auch über die Schutzvorschriften nachdenken. Zusätzlich dazu gibt es noch weiteren Kriegsschrott zu bestaunen, wie zum Beispiel sowjetische Kampfpanzer vom Typ T-54 und MiG-19-Militärflugzeuge. Die Führungen durch das Museum werden durch ihre Scouts – ehemalige Soldaten – sehr authentisch gestaltet.

Angkor Center for Conservation of Biodiversity

Dieses Schutzzentrum arbeitet mit dem Zoo in Münster zusammen und setzt sich für den Schutz von bedrohten Tierarten ein. In dem Zentrum, das wie ein Zoo besucht werden kann, leben viele gefährdete einheimische Arten, unter Anderem Gibbons, Leopardenkatzen, Makakken, Schildkröten, Störche und Ibisse. Mit diesen Tieren werden Zucht- und Auswilderungsprograme durchgeführt. Zum Teil wurden die Tiere aus nicht artgerechter Haltung konfisziert. Das Schutzzentrum betreibt ebenfalls Naturschutzaufklärung in Schulen. Besichtigt werden kann das Zentrum im Rahmen einer Führung, welche etwa 1,5 Stunden dauert. Hier wird um eine Mindestspende von 3 US$ gebeten, um das Projekt weiterhin finanzieren zu können.

Royal Crusade for Independence Gardens & Royal Residence

Die Gärten werden meist abgekürzt durch „Royal Gardens“. Direkt gegenüber von den wunderschönen Gärten befindet sich die „Royal Residence“, welche leider nur von außen besichtigt werden kann und für Besucher nicht zugängig ist.

Die königlichen Gärten werden gerne sowohl von Touristen als auch von Einheimischen genutzt. Bei Feierlichkeiten innerhalb der Stadt werden die Gärten oftmals als Austragungsort genutzt, da sie ein schönes Ambiente bieten. Die Gärten werden von den Einheimischen auch „Bat Park“ genannt, da Hunderte von Flughunden dort in den hohen Bäumen leben. Diese ernähren sich von Früchten und werden in der Abenddämmerung oft dabei gesehen, wie sie nach Insekten jagen.

Preah Ang Chek Preah Ang Chorm

In den Gärten und westlich der Königlichen Residenz befindet sich der Schrein Preah Ang Chek Preah Ang Chorm. Hier in der Pagode werden die Schutzgöttinnen von Siem Reap beherbergt. Die zwei heiligen Statuen der Schwester-Gottheiten, die vermutlich einmal Prinzessinnen von Angkor gewesen sind, standen ursprünglich in Angkor Wat in der Galerie Preah Poan. Die Gottheiten heißen Preah Ang Check (diese ist die größere und schlankere der beiden Figuren) und Preah Ang Chorm (sie ist die kleinere der Figuren). Die Statuen, welche aus dem 16. Jahrhundert stammen, wechselten innerhalb von Siem Reap mehrmals ihren Standort, um vor möglichen Invasoren geschützt zu werden. Ende der 1950er Jahre wurden sie dann von ihrem damaligen Standort Angkor Thom in das Angkor Conservation Center befördert, bis sie letztendlich 1990 ihren bisher letzten Platz hier in diesem Schrein gefunden haben. Die einheimische Bevölkerung betet an dieser Stätte um Glück. Besonders beliebt ist hier ein Gebet von frisch vermählten Eheleuten. Eine tolle Atmosphäre kann man hier in der Abenddämmerung erleben, da um diese Zeit der Duft von Räucherstäbchen etc. die Luft durchströmt.

Anreise nach Siem Reap

Wie kommt man nach Angkor Wat?

Anreise: Flugzeug, Bus, Auto, von Thailand etc. Anreise aus Südostasien per Bus oder Flugzeug

das sind die gängisten Routen: Von Phnom Penh nach Siem Reap Von Sihanoukville nach Siem Reap Von Bangkok nach Siem Reap (siehe auch hier) Von Ho Chi Minh City (Saigon) nach Siem Reap Diese Fragen bitte jeweils in die Abschnitte einbauen: wie lange fliegt man von bangkok nach siem reap? wie kommt man von phnom phen nach siem reap? wie kommt man von yangon nach siem reap? was kann man in siem reap machen? Vom Flughafen in die Stadt?

In die kambodschanische Stadt Siem Reap kann man auf verschiedene Weise gelangen. Es gibt einen Flughafen, eine Anbindung mit dem Bus oder Auto und auch auf dem Schiffsweg ist Siem Reap gut zu erreichen.

Per Flugzeug nach Siem Reap – schnell, aber teuer

Der Siem Reap International Airport liegt 7km westlich des Stadtzentrums. Dieser Flughafen bietet all das, was man auch von Flughäfen in Großstädten kennt: Cafés, Restaurants, Buchläden, internationale Geldautomaten und Wechselstuben.

Da keine Direktflüge aus Europa existieren, müssen alle europäischen Besucher über die asiatischen Verkehrsknotenpunkte anreisen. Diese sind:

  • Thailand (Bangkok, 5x/Tag)
  • Laos (Vientiane, Luang Prabang und Pakse 2x/Woche)
  • Saigon (Ho-Chi-Minh-Stadt, 5x/Tag)
  • Vietnam (Hanoi und Danang täglich)
  • Hongkong
  • Malaysia (Kuala Lumpur, 3x/Woche)
  • China (Beijing, Guangzhou, Kunming und Shanghai)
  • Südkorea (Busan und Seoul täglich)
  • Singapur (4x/Woche)
  • Taiwan (Taipei)
  • Philippinen (Manila)

Inlandsflüge werden momentan nur von und nach Phnom Penh angeboten. Jedoch wird hier zweimal am Tag ein Flug bereitgestellt.

Da in der Hochsaison die Maschinen schnell ausgebucht sind, sollte man rechtzeitig und so früh wie möglich seinen Platz im Flugzeug reservieren.

Vom Flughafen in die Stadt sind es etwa 7km. Am Flughafen stehen genügend Taxis, Tuk Tuks und Motorräder bereit. Mit diesen Kosten kann man in etwa rechnen:

Taxi: 7US$, Tuk Tuk (=Motorrad-Rikscha): 5 US$, Motorrad: 1-2 US$.

Hat man bereits eine Unterkunft reserviert und seine Ankunftszeit bei dieser gemeldet, so wird man i.d.R. kostenlos abgeholt.

Per Sammeltaxi oder Auto nach Siem Reap

Von Siem Reap nach Phnom Penh gibt es eine neue Straße, welche sich in einem ausgezeichneten Zustand befindet. Sie nennt sich National Route 6. Mit dem Auto bzw. Sammeltaxi benötigt man für die Fahrt nun etwa 4 Stunden. Das Sammeltaxi kostet etwa 80-100$, ein Van ca. 120$.

In anderer Richtung verläuft dieselbe Straße zum Grenzübergang nach Thailand und verbindet Siem Reap mit den Städten Sisophon und Poipet.

Weitere Möglichkeiten bietet die Anreise aus Thailand vom Norden. Hier gibt es zwei Grenzübergänge:

  • Chong Sa Ngam / Anlong Veng: Ab hier dauert die Fahrt nach Siem Reap noch etwa 2 Stunden. Ein eigenes Taxi kostet ca. 30$, ein Platz im Sammeltaxi nur etwa 5$.
  • Kap Choeng / O´Smach: Die Fahrt nach Siem Reap dauert ab hier noch ca. 3,5 Stunden. Ein Grund hierfür sind auch die schlechteren Straßenverhältnisse auf dieser Route. Allerdings sind die Anbindungen auf der thailändischen Seite hier wesentlich besser.

Per Bus nach Siem Reap

Mit dem Bus kann man über mehrere Routen nach Siem Reap gelangen.

  • Busse von und nach Bangkok:

Direkte Busverbindungen gibt es kaum. In den meisten Fällen muss man an der Grenze umsteigen. Die Nachtbusse nach Bangkok sind eher sinnlos, da der Grenzübergang in Poipet erst um 7 Uhr in der Früh öffnet. Nattakam ist eines der wenigen Busunternehmen, welches eine Direktverbindung anbietet und als sehr zuverlässig gilt. Die Fahrt kostet 28$, dauert etwa 7,5 Stunden und beginnt um 8 bzw. um 9 Uhr. Der Vorteil hier ist, dass diese Direktbusse an der Grenze im Eilverfahren abgefertigt werden. Damit vermeidet man lange Schlangen und Wartezeiten.

  • Busse nach Ho-Chi-Minh-Stadt, Pakse oder den 4000 Inseln im Süden von Laos:

Die Reise mit dem Bus in einer dieser Regionen benötigt ein ein- oder sogar zweimaliges Umsteigen. Nach Pakse ist es ratsam, einen Minibus nach Stung Treng zu nehmen und dort umzusteigen. Es gilt zu beachten, dass alle Fahrten mit dem Bus nach Laos einen sechsstündigen Umweg über Kompong Cham nehmen. Es ist bei dieser Fahrt möglich, in Kratie zu übernachten.

Per Schiff nach Siem Reap

Auch hier gibt es zwei Möglichkeiten, um nach Siem Reap zu gelangen:

  • Von Battambang aus:

Diese Route ist stark vom Klima abhängig. In der Trockenzeit kann eine Fahrt mit dem Boot von Battambang nach Siem Reap bis zu 12 Stunden dauern.

  • Von Phnom Penh aus:

Das Ticket für Touristen kostet $35. Dieser Preis ist nicht verhandelbar. Eine Bootsfahrt wird täglich angeboten und dauert in etwa 5 Stunden, allerdings kann es in der Trockenzeit deutlich länger dauern.

Die Bootsfahrt kann man sowohl im Inneren des Bootes als auch auf dem Dach des Bootes genießen. Allerdings sieht man durch die verdunkelten Scheiben nicht sehr viel und die Klimaanlage ist recht kalt. Aus diesem Grund wählen die meisten Fahrgäste die Möglichkeit, auf dem Dach des Bootes zu sitzen. Hier jedoch sollte man auf die Sonnenbrandgefahr achten.

Die ersten 1-2 Stunden der Fahrt gestalten sich sehr schön und interessant. Man kann das Leben am Ufer betrachten und den freundlichen Fischern bei ihrer Arbeit zusehen. Die letzten 2-3 Stunden fährt man durch den großen Tonlé Sap See.

Die Bootsanlegestelle in Phnom Penh befindet sich in der Nähe des Psar Chaa (Alter Markt), in Siem Reap liegt sie etwa 12km südlich, in Chong Khneas. Die Fahrt von dort nach Siem Reap dauert ca. 15 Minuten. Hat man bereits eine Unterkunft reserviert, wird man i.d.R. kostenlos vom Hafen abgeholt. Ansonsten liegen die Kosten bei 1-2$ für ein Moped oder bei 4-5$ für ein Auto.

Hotels, Gästehäuser und weitere Unterkünfte

Die Angebote an Übernachtungsmöglichkeiten sind in Siem Reap sehr vielfältig. Für jeden Geschmack und Geldbeutel ist hier etwas dabei. Partyunterkünfte für Backpacker, hippe Hotels und luxuriöse Spas sowie Ferienhäuser bieten genügend Platz für alle Besucher an.

Ein einfaches Dormbett ist bereits für 4$ zu erhalten. Wenn man ein eigenes Bad und einen Ventilator (der sehr zu empfehlen ist) im Preis inbegriffen haben möchte, zahlt man schon 10$, mit Klimaanlage liegen die Preise bei 15-20$. Diese günstigen Gästehäuser sind meistens familiengeführt.

Im Mittelklassebereich gibt es viele günstige Boutiquehotels, welche teilweise auch einen Pool zur Benutzung mit anbieten. Die Preisspanne in diesem Segment liegt bei etwa 30-150$. In der Nebensaison buhlen die vielen Anbieter um Gäste und liefern sich dadurch eine Art Preiskampf.

Auch für die Spitzenklasse sind zahlreiche Hotels vorhanden. In vielen Fällen bieten diese jedoch auch nicht mehr an, als die Hotels der Mittelklasse. Viele Hotels dieser Kategorie erheben zusätzlich noch Steuern: eine allgemeine Steuer über 10%, eine Touristensteuer in Höhe von 2% und manchmal auch noch zusätzlich eine Servicegebühr von 10%.

In den Hotels der Mittel- und Spitzenklasse ist das Frühstück im Regelfall im Preis enthalten.

Zusätzlich zu diesen Kategorien gibt es noch ganze Resorts, die Ferienhäuser im Preisbereich von 500-725$ anbieten oder Lodges, die für ein Zimmer 230-510$ verlangen.

Bei den Preisen für ein Bett, Zimmer, oder Ferienhaus sind nach oben hin kaum Grenzen gesetzt.

Ist man in einem eher günstigeren Hotel untergekommen, das nichts weiter besonderes als Zusatz anbietet, so gibt es noch in vielen anderen Hotels die Möglichkeit, eine Tagesgebühr für die Benutzung des Schwimmbeckens und/oder des Fitnessstudios zu bezahlen. Der Betrag hierfür liegt zwischen etwa 5$ und 20$.

Fortbewegung innerhalb Siem Reap

Wie in jeder Stadt gibt es auch in Siem Reap verschiedene Fortbewegungsmöglichkeiten. Diese sind zwar nicht so modern wie in unseren Städten, machen aber mindestens genauso viel Spaß. Jedoch sollte man auf Grund des hohen Verkehrsaufkommens etwas Geduld mitbringen. Folgende Möglichkeiten hat man vor Ort:

  • Auto & Motorrad

Mietwagen kann man in zahlreichen Geschäften in der ganzen Stadt mieten. Möchte man jedoch einen Hol- und Bringservice haben, so ist es ratsam einen Mietwagen über sein Hotel bzw. Gästehaus zu mieten. Dies kostet pro Tag ab etwa 30$. Allerdings sollte man auch hier beachten: Je teurer die Unterkunft, desto höher ist der Preis für einen Mietwagen.

Innerhalb und rund um die Stadt Siem Reap dürfen Ausländer eigentlich keine Motorräder mieten. Allerdings haben sich in den letzten Jahren die Vorschriften gelockert. Aus diesem Grund sind Motorräder mittlerweile überall zu haben. Auch remorks sind inzwischen über das Angkor e-Tuk Hostel erhältlich. Diese kosten etwa 24$ pro Tag. Mit diesen kann man auch ohne Probleme zu weiter entfernten Tempeln fahren.

  • Fahrrad

Sogar innerhalb eines Fortbewegungsmittels hat man verschiedene Auswahlmöglichkeiten. Fährräder werden von verschiedenen Gästehäusern sowie vereinzelten Geschäften rund um den Psar Chaa verliehen. Dies kostet den Touristen in etwa 1 bis 2$ pro Tag.

Möchte man einen guten Zweck unterstützen, so kann man über das Projekt White Bicycles Fahrräder mieten. Dieses Projekt wird von mehr als 50 Gästehäusern unterstützt. Ein Fahrrad kostet hier 2$ pro Tag. Mit dem Gewinn werden heimische Entwicklungsprojekte in der Region um Siem Reap unterstützt.

Einen tollen und umweltschonenden Kompromiss bietet das Projekt Green e-bikes. Es ist eine Kombination aus Fahrrad und Motorrad. Zum Aufladen des Akkus gibt es 3 Stationen bei den Tempeln und einige mehr in der Stadt. Pro Tag kostet hier ein E-Bike 10$.

Fahrradtourenanbieter geben an ihre Kunden importierte Mountainbikes aus. Diese kosten etwa 8 bis 10$ pro Tag.

Ein TukTuk bietet in der Regel Platz für 4 Personen. Es ist grundsätzlich offen gehalten. Die Aufgabe der Klimaanlage übernimmt somit der Fahrtwind. Sicherheitsgurte gibt es grundsätzlich nicht, weshalb eine Fahrt auf unbefestigter Straße etwas holprig und zu einem Erlebnis werden kann. TukTuk ist ein hart umkämpftes Fortbewegungsmittel. Ein Fahrer hat es hier nicht einfach. Er muss mit zahlreichen anderen Fahrern (zum Teil durchaus aggressiv) konkurrieren. Aus diesem Grund gibt es keine festgesetzten Preise. Hier kann man gut feilschen, sollte aber bedenken, dass der Fahrer mit dem Verdienst seine Familie ernährt. Werden jedoch vom Fahrer ein zu hoher Preis genannt oder macht er keinen zuverlässigen Eindruck, so kann man ohne schlechtes Gewissen einfach zum nächsten Fahrer weiter gehen.

Auch TukTuks können vorab über Hotels und Gästehäuser reserviert werden. Bei der Buchung über eine Unterkunft zahlt man den Betrag in der Regel direkt an die Unterkunft. Hierbei sollte man jedoch beachten, dass der Preis ein wenig höher liegen kann, da das Hotel einen kleinen Aufschlag für die Vermittlung einbehält.

Tagesausflüge nach Siem Reap

Zusätzlich zu den bisher genannten Aktivitäten bietet Siem Reap noch zahlreiche weitere Aktivitäten. Auch Tagesausflüge können unternommen werden.

  • Vogelbeobachtung:

Für vogelbegeisterte Besucher bietet die Region rund um Siem Reap einige Möglichkeiten, verschiedene exotische Vögel zu beobachten. Eine Heimat für seltene Wasservögel ist auch der Tonlé Sap See. Er ist das Paradies für Vogelliebhaber. Ist man interessiert daran, so kann man die Tiere stundenlang beobachten.

  • Schwimmende Dörfer auf dem nahe gelegenen Tonlé Sap See:

Wenn man es nicht gesehen hat, kann man sich kaum vorstellen, dass tatsächlich das komplette Leben der Menschen auf dem Wasser stattfindet. Die Schulkinder fahren mit Booten zur Schule, Waren werden in schwimmenden Geschäften verkauft und Snacks von Booten aus an die Leute gebracht.

Auf dem größten See Südostasiens leben in 170 schwimmenden Dörfern rund 80.000 Menschen. Diese sind größtenteils Vietnamesen, denen es untersagt ist, Land zu besitzen.

Diese Menschen haben sich dem stark variierenden Wasserstand mit ihrem Leben angepasst. Der See ist Wohnort, Verkehrsweg, Nahrungs- und Einkommensquelle zugleich. Die Einwohner besitzen zum Leben Hausboote oder bauen ihre Häuser auf schwimmenden Bambusplattformen auf. Stelzenhäuser sind eine weitere Alternative zu diesen Lebensformen.

Ein toller Zwischenstopp auf dem Weg zum See ist die Lotos Farm. Diese bietet kostenlose Führungen an, in der man den Arbeitern bei der Gewinnung und Weiterverarbeitung von Lotosseite zusehen kann.

Aktivitäten in Siem Reap

Die Stadt Siem Reap hat einige Aktivitäten zu bieten. Von eher normalen Aktivitäten wie Schwimmen, Wellness und Golfen zu eher untypischen Aktivitäten wie Ziplining, Reiten und Quadbike fahren ist fast alles vertreten. Auch der Besuch eines Minigolfplatzes mit Angkor-Motto, einer Krokodilfarm, Elefantenritte, ein Rundflug mit dem Helikopter oder einem Heißluftballon, Töpfer- und Handwerkkurse mit Ausflügen zu den ländlich gelegenen Werkstätten werden hier angeboten.

Auch der Besuch einer der beiden folgenden Stätten ist empfehlenswert:

  • Zirkus Phare

Dieser Zirkus ist der führende Zirkus in Kambodscha. Er ist eher modern geprägt und mehr als nur Zirkus. Die Artisten benutzen Theater, Musik und Tanz verbunden mit moderner Zirkuskunst, um einzigartige kambodschanische Geschichten zu erzählen: historisches, volkstümliches und modernes. Die Zirkusartisten des Zirkus Phare sind Studenten und Absolventen der Phare Ponleu Selpak Berufsausbildung in Battambang.

Die Vereinigung wurde 1994 von 9 jungen Männern gegründet, welche aus einem Flüchtlingscamp nach der Zeit der Roten Khmer wieder nach Hause zurückgekehrt sind. Sie gründeten das Ausbildungszentrum, um jungen Leuten eine Perspektive zu bieten.

Der Zirkus Phare bietet diesen jungen Studenten einen Platz, um ihr Können zu zeigen und damit Geld zu verdienen. Ihnen wird damit Selbstvertrauen und Freiheit gegeben.

  • Alter Markt (Psar Chaa)

Der Psar Chaa (=Alter Markt) ist ein Markt im Zentrum der Stadt Siem Reap. Es ist eon alter Markt mit liebevoll renovierten Häusern im Kolonialstil sowie alten Warenhäusern. Morgens bieten dort Marktfrauen in den Gängen frische Lebensmittel an. Meist ist es jedoch preislich günstiger, an einem der Imbissstände vor Ort zu essen, statt selbst zu kochen. Außerdem werden Kunsthandwerk, kramas, sarongs und zahlreiche andere Souvenirs zum Verkauf angeboten.

Essen und Trinken in Siem Reap: Preise & Märkte

Siem Reap bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten, wenn es um das Thema Essen geht. Es gibt sowohl Restaurants mit nationaler als auch internationaler Küche. Außerdem bieten hervorragende Straßenimbisse eine Vielzahl an unterschiedlichen heimischen Gerichten an. Hier ist etwas für jedes Budget vorhanden. Die internationale Küche bietet etwas von jedem Kontinent an. Fast täglich gibt es neues zu entdecken.

In der Gegend in und um den Psar Chaa gibt es einige interessante Straßenimbisse sowie frische Lebensmittel zu kaufen. Meist ist es jedoch günstiger, direkt an einem Imbiss sein Essen zu kaufen als wie selbst zu kochen. Dies ist auch ein guter Tipp, wenn man große Reisegruppen vermeiden möchte.

Zusätzlich zu diesen Angeboten bieten einige Gästehäuser ein gutes Speisenangebot an lokalen sowie westlichen Gerichten. Einige Mittelklasse- sowie alle Spitzenklasse-Hotels besitzen eigene Restaurants. Oftmals wird in den Hotels und Gaststätten auch ein Abendessen mit traditionellem Tanz angeboten.

Innerhalb der Hochsaison sind viele Restaurants schnell ausgelastet und es wird schwierig bei den Top-Adressen noch einen Platz zu bekommen. Mit etwas Geduld und auf Grund der großen Anzahl an Gaststätten findet man jedoch letztendlich immer einen geeigneten Platz.

Die besseren Restaurants unterstützen kommunale Projekte mit einer Spende oder bilden ihren Nachwuchs selbst aus.

Ausgehen und Nachtleben in Siem Reap

Früher einmal verschlafenes Dschungeldorf, heute eine internationale Jetset-Destination. Dieser Wandel benötigt selbstverständlich auch ein – für jeden Geschmack zutreffendes – Nachtleben. Auch am nächsten Morgen kann man es sich in zahlreichen Cafés, welche sich teilweise auch für soziale Projekte vor Ort einsetzen, gut gehen lassen.

Pub Street

Diese Straße ist jeden Abend der Hauptstandort zum Ausgehen. Aus Sicherheitsgründen wird sie dann für den Verkehr gesperrt. Getränkestände, Imbisskarren und Partyvolk beherrschen die Straße. Wer diesen Trubel mag, der kann hier gut flanieren und sich einmal umsehen, was dort geboten wird. Je später der Abend, desto mehr ist hier los.

In den kleinen Gassen des Viertels befinden sich viele Restaurants nebeneinander. Man sollte sich erst einmal ein wenig umsehen, um sich dann spontan für eines der Restaurants zu entscheiden.

Zusätzlich zur Pub Street sind auch noch die Alley im Süden und die kleineren Straßen im Norden des Viertels einen Besuch wert. Hier ist etwas weniger los, aber immer noch einiges geboten.

Nachtbars und Nachtclubs, welche bis in die späten Morgenstunden geöffnet sind, kann man in der Wat Prohm Roth Street und in der Sok San Road finden. Viele der Bars sowie Hotels bieten auch eine Happy Hour an. Angesagte Hotspots sind die Bars in den Hotels FCC Angkor und Grand Hotel d´Angkor. Einige Backpacker trinken Schnaps und spielen Trinkspiele bis spät in die Nacht oder den Morgen hinein. Eine der besten Bars, die Strandbar im Mad Monkey, schließt bereits vor Mitternacht. Dies ist aber eher die Ausnahme. Einen Besuch wert sind auch die Partys im Funky Flashpacker nahe der Sok San Road. Die Partys hier dauern meist über die ganze Nacht an.

Einige Hotels bieten Kneipentouren zu den beliebtesten Bars im Viertel um die Pub Street an.

Ist Siem Reap fürs Backpacking geeignet? Budget: Wie teuer?

In Siem Reap sind Backpacker genauso willkommen wie wohlhabendere Luxus-Touristen. Für jeden Geschmack und Geldbeutel ist etwas dabei. Von Herbergen bis hin zu Luxus-Wellness-Hotels, von der einfachen Anreise mit Bus oder Schiff bis hin zur Anreise mit dem Flugzeug. Wer jedoch Land und Leute besser kennenlernen möchte, der sollte die einfachere Variant wählen und sich für einen Backpacking-Urlaub entscheiden. Man reist dann eher mit der heimischen Bevölkerung und erhält nochmal ganz andere Eindrücke. Mit dieser Art zu reisen kann man auch flexibler auf einzelne Umstände reagieren und ist nicht fix an bestimmte terminliche Vorgaben wie beispielsweise Flugzeiten gebunden.

Sicherheit, Gefahren & Ärgernisse in Siem Reap

Auch wenn Siem Reap selbst nachts als relativ sichere Stadt gilt, sollte man doch auf einiges achten:

  • Es ist ratsam, bei Kneipentouren in kleinen Gruppen loszuziehen
  • Taschen besser nicht in den Fahrradkorb legen. Sie sind für Drive-By-Diebe leicht zu erbeuten.
  • Bei Ausflügen zu den etwas abgelegeneren Tempelanlagen bitte unbedingt an die beschilderten Wege halten, da es bei Phnom Kulen und Koh Ker nach wie vor Landminen gibt.
  • Es gibt Kinder, die bei den Tempeln Souvenirs verkaufen. Um Nachsicht und Berücksichtigung ihrer Umstände wird gebeten.
  • Eine bekannte Betrugsmasche ist die mit Babymilchpulver. Von einer Mutter mit Baby angesprochen, werden Touristen um Geld für dieses Pulver gebeten. Man soll im nächsten Geschäft das teuerste Produkt kaufen. Ist der Kauf abgewickelt, bringt die Mutter etwas später das Milchpulver zurück in den Laden. Der Besitzer des Geschäftes teilt dann den Gewinn mit ihr.
  • Auch gibt es viele Bettler auf den Straßen. Dabei nicht vergessen sollte man, dass in einem Land ohne Sozialsystem sowie staatliche Hilfen das Leben der Ärmsten sehr hart ist. Kinderbettelei jedoch bitte nicht unterstützen. Für die Kinder ist es besser, man besorgt ihnen Nahrungsmittel, da diese das Geld in den meisten Fällen abgeben müssen. Heutzutage verkaufen viele ehemalige Bettler Bücher, Postkarten oder Souvenirs an Touristen, anstatt weiter nach Almosen zu fragen.
  • Achtung vor Provisionsbetrügereien. Um diesen entgegenzuwirken, am besten bereits vorab ein Taxi bzw. moto oder Tuktuk online buchen oder vor Ort mit den entsprechenden Hotels und Gästehäusern verhandeln.