Angkor Wat Reise – die Tempelanlagen in Kambodscha

Angkor Wat – oder übersetzt “die Stadt der Tempel” – ist das Nationalsymbol von Kambodscha und wird sowohl auf der Landesflagge als auch auf der Währung des Landes repräsentiert. Es handelt sich um eine der größten und eindrucksvollsten Tempelanlagen auf der ganzen Welt und ist mehr als sehenswert auf jeder Südostasien-Reise. Angkor Wat ist deshalb auch eines der häufigsten Fotomotiven auf Reisen.

Wie sieht Angkor Wat in Kambodscha aus? (Shutterstock.com. Von Amnartk)
Wie sieht Angkor Wat in Kambodscha aus? (Shutterstock.com Von Amnartk)

Angkor Wat ist ein Bauwerk mit vielen verschiedenen Tempeln auf über 400 km², die circa 240 km nordwestlich von Kambodschas Hauptstadt Phnom Penh liegt.
Das Besondere ist die erstaunliche Architektur und die Geschichte dahinter. Die imposanten Tempel wurden vor über 1000 Jahren ohne moderne Hilfsmittel gebaut, was wie ein Wunder erscheint. Nicht umsonst wurde Angkor Wat 1992 von der UNESCO als Weltkulturerbe ausgezeichnet. Angkor Wat war das Zentrum für das Khmer Königreich und das über viele Jahrzehnte, wer also tief in die Geschichte Kambodschas eintauchen möchte, der ist bei Angkor Wat genau richtig.

Wo liegt Angkor Wat?

Die Tempel von Angkor Wat sind quasi das Herz von Kambodscha, einem Land in Südostasien. Die Tempelanlagen liegen im Nordwesten des Landes, ca. 240 km nordwestlich von Kambodschas Hauptstadt Phnom Penh, welches im Süden am Fluß Mekong liegt. Die Flugzeit von Deutschland liegt bei ca. 12 Stunden, abhängig von Umsteigeort und Aufenthaltsdauer. Meistens fliegt man über Bangkok (Thailand) oder Ho-Chi-Minh-Stadt in Vietnam.

Kurze Geschichte von Angkor Wat & dem archäologischen Parks

Die Geschichte der berühmten Tempelanlage reicht weit zurück. Vor circa 1000 Jahren wurde Angkor Wat erbaut – in einem Prozess der Erzählungen nach 37 Jahre andauerte, 300.000 Menschen und 6000 Elefanten beanspruchte. Erst unter der französischen Besetzung und Kolonialherrschaft wurden die Tempelanlagen im 18.Jahrhundert wieder entdeckt – mitten im Dschungel, überwuchtert von Bäumen und Pflanzen.

Angkor Wat wurde unter der Herrschaft des Königs Suryvarman II erbaut, da der Bau aber zum Zeitpunkt seines Todes noch nicht vollkommen fertig war, wurde der Bau vermutlich auf Grund seines Todes eingestellt. Eigentlich wurde der imposante Tempel für die Hindus gebaut, fiel im 13. Jahrhundert aber dennoch in die Hände der Buddhisten.
Die Khmer, also die Anwohner, verließen im 15. Jahrhundert schlagartig die Tempelanlage. Wieso genau ist bis heute eines der letzten großen (archäologischen und kulturellen) Rätsel. Andere Bauwerke wie Angor Thom mit Bayon und Ta Prohm wurden von König Jayavarman VII. errichtet, der als einer der bedeutendsten und letzter der großen Könige bzw. Herrscher von Angkor gilt.

Wie alt ist Angkor Wat?
Die Tempel von Angkor Wat wurden unter dem kambodschanischen König Suryavarman II., der in der Zeit von 1113 und ca. 1155 regierte, erbaut. Es zählt in der Zeit des Reiches der Kymer, welches vom 9. bis zum 13. Jahrhundert in Indochina regierte. Das Baujahr von Angkor Wat, dem berühmtesten Tempel von Angkor wird von 1113 bis 1150 datiert. Jeder König baute einen Staatstempel und man versuchte natürlich seine Vorgänger – hier Suryavarman I. zu übertrumpfen. Größer, Höher, teurer sollte es sein. So entstand Angkor Wat.

Luftbild von Angkor Wat - schön zu sehen der Wassergraben, der Weg zum Tempel und die fünf Türmen der einzelnen Terrassen.
Luftbild von Angkor Wat – schön zu sehen der Wassergraben, der Weg zum Tempel und die fünf Türme der einzelnen Terrassen.

Die beiden Hauptbauwerke Angkor Wat und Angkor Thom

Angkor Wat und Angkor Thom sind die wichtigsten Bauwerke bzw. Ruinen im riesigen Angkor Tempelkomplex. Angkor Thom bedeutet übersetzt “Große Stadt” und steht dafür mit seinem Namen. Zwischen dem Ende des 12. und Anfang des 13. Jahrhunderts war Angkor Thom die Hauptstadt des Angkorreichs. Die Ruinen befinden sich heute circa 1 km nördlich des Tempels Angkor Wat und 7 km nördlich der Stadt Siem Reap. Angkor Thom ist die größte Anlage im Komplex. Für viele Mönche und Kambodschaner ist Angkor Wat eine bedeutende Pilgerstätte.

Auch wenn man die gesamte Tempelanlage teilweise als Angkor Wat zusammenfasst, handelt es sich bei Angkor Wat auch um einen spezifischen Tempel. Wie die meisten großen Tempel in Angkor war auch Angkor Wat von Siedlungen umgeben und Überreste davon werden noch immer gefunden. Allerdings bestanden alle Gebäude, abgesehen von den Tempeln, aus Holz und sind somit nicht mehr vorhanden.

Beide Tempel wurden aus Sandstein gebaut, was dazu führt, dass die Tempel heutzutage konstant gepflegt und restauriert werden müssen um diese zu erhalten.

Welche Tempel sollte ich in Angkor gesehen haben?

Die wichtigsten Tempel von Angkor beschreiben wir hier.

Angkor Thom - die Große Hauptstadt von Angkor - hier zu sehen einer der fünf Tore als Eingang in die Stadt. Die Tore enthalten vier Gesichter des Gottes Bodhisattva Lokeshvara. (shutterstock.com/ William Cushman)
Angkor Thom – die Große Hauptstadt von Angkor – hier zu sehen einer der fünf Tore als Eingang in die Stadt. Die Tore enthalten vier Gesichter des Gottes Bodhisattva Lokeshvara. (shutterstock.com/ William Cushman)

 

Die weiteren Tempelanlagen

Natürlich hat die enorm große Tempelanlage noch viele weitere individuell interessante Tempel zu bieten. Unter anderem Bayon. Bei dem Bayon handelt es sich um eine der bekanntesten und auch eindrucksvollsten Bauwerke in ganz Angkor, da es mit seinen Türmen und Meter hohen aus Stein gemeißelten Gesichtern sehr hervor sticht. Es handelt sich um den zuletzt gebauten Tempel und den einzigen, der Buddha gewidmet war.

Bei Ta Prohm handelt es sich um einen Tempel und mehrere kleine Gebäude, von denen es sich bei einem um ein Kloster handelt. Er zeichnet sich durch seine Ecktürme und die Eingangspavillons aus, die man auch Gopurams nennt. Der Tempel wurde zu Ende des 12. Jahrhunderts erbaut.

Banteay Srei ist ebenfalls eine Ruine in Angkor. Der Tempel wurde bereits im 10. Jahrhundert erbaut und steht für seine kunstvolle Bauart. Es handelt sich um einen hinduistischen Tempel der zu Ehre von Shiva gebaut wurde. Shiva ist einer der Hauptgötter des Hinduismus und steht für Schöpfung, Neubeginn, aber auch Erhaltung und Zerstörung.

Ta Prohm, einer der vielen Tempeln rund um Angkor Wat (shutterstock.com / weltreisendertj)
Ta Prohm, einer der vielen Tempeln rund um Angkor Wat (shutterstock.com / weltreisendertj)

Praktische Informationen für Ihren Besuch in Angkor Wat

Vorbereitung auf den Besuch – welches Ticket kaufen?

Wenn es dann endlich Zeit für den Trip nach Angkor Wat wird, dann will man natürlich auch gut vorbereitet sein. Deswegen macht es Sinn sich schon vor der Anreise nach Eintrittspreisen und den verschiedenen Möglichkeiten zu erkundigen.

Es gibt die Möglichkeit sich ein 1-Tages Ticket (37$), 3-Tages Ticket (62$) oder ein Wochenticket (72$, Stand der Preise 10.02.2019) zu kaufen. Wenn man sich zum Beispiel ein 3-Tages Ticket kauft, dann kann man sich die drei Tage nicht auf mehrere Wochen aufteilen, sondern muss auf aufeinander folgenden Tagen die Besichtigungen durchführen. Für einige der Tempel muss man noch ein spezielles Ticket erwerben, das je nach Tempel zwischen 5-20$ liegt.

Welche Eintrittskarten von Angkor Wat kaufen?

Was kostet der Eintritt zu Angkor Wat?

Möchte man die Tempel von Angkor Wat besuchen, so muß man im Vorfeld ein Ticket kaufen. Die meisten Reisenden kaufen das drei Tage Ticket, welches derzeit 62 USD kostet. Das Ticket muß stets mitgeführt werden und oftmals an den Tempel vorgezeigt werden. Ein Tages Ticket ist somit mit 37 USD viel zu teuer, ein Wochenticket mit 72 USD hat das beste Preis-Leistungsverhältnis.

Tagespass
Gültig für einen Tag
USD 37
3-Tage-Pass
Gültig für drei beliebige Tage innerhalb einer Woche
USD 62
7-Tage-Pass
Gültig für sieben beliebige Tage innerhalb eines Monats
USD 72
Tickets in Angkor Wat sind 2017 teurer geworden.
Tickets in Angkor Wat sind 2017 teurer geworden.

Die Tickets können abends ab 17 Uhr gekauft werden und gelten dann quasi für den Abend und die folgenden Tage. Achtung: Auf der Straße sollte man niemals ein Ticket kaufen, diese sind meistens gefälscht. In Siem Reap gibt es noch einen Ticketschalter an der St.60/Apsara Road.

Hier beantworten wir die Frage Was kostet eine Reise nach Angkor Wat?

Größe, Fläche, Fortbewegung, Touren, Guides und Zeitplan – Wie lange bleiben?

Geöffnet ist die Anlage von 5 Uhr morgens bis 18 Uhr abends, wobei manche Tempel schon ab 15 Uhr schließen. Deswegen lohnt sich ein früher Besuch, der auch auf der Website von Kambodschas Tourismus empfohlen wird. Die Anreise zu Angkor ist von Siem Reap mit dem kombodschanischen Tuk Tuk, Taxi oder Bus möglich und dauert um die 15 Minuten. Natürlich kann man auch selbstständig mit dem Fahrrad anreisen und braucht dafür dann um die 30 Minuten.

Wenn es um die Entscheidung geht wie lange man sich das 400 km² große Gelände anschauen möchten, dann sollte man gut überlegen was man alles sehen möchte. Möchte man die Attraktion nur einmal gesehen haben, dann reicht das 1-Tages Ticket vollkommen aus. Möchte man weniger gehetzt einiges mehr sehen, eventuell auch fernab der typischen Touristen Magneten, dann sollte man zum 3-Tages Ticket greifen. Auf dem Gelände wohnen in Siedlungen auch Einheimische und es gibt viel zu entdecken. Wenn man das gesamte Gelände mit dem Fahrrad abfahren möchte, dann empfiehlt sich das 7-Tages Ticket um das ganze Gelände auskosten zu können.

Was sind die besten Rundgänge für Angkor Wat?

Die besten Rundgänge durch Angkor Wat an 3 Tagen

  • Petit Circuit durch Angkor Wat: Die touristische Standardroute gegen den Uhrzeigersinn! Ringstraße mit 17 Kilometer lang, an einem Tag zu schaffen. Beinhaltet die wichtigsten Tempel Angkor Wat, Angkor Thom, Bayon, Ta Prohm und Ta Keo.
  • Grand Circuit durch Angkor Wat: ist 26 Kilometer lang, an 2 Tagen zu schaffen, nachdem man den Petit Circuit gesehen hat. Enthält Angkor Wat, Angkor Thom, Bayon und führt dann zunächst Richtung Norden und in einem großen Bogen zurück zu Angkor Wat.

Es gibt zwei ausgeschilderte Rundwege, die beide auf einen 1-tägigen Besuch konzipiert sind. Natürlich ist das aber auch abhängig davon wie intensiv man sich die einzelnen Tempel anschauen möchte und ob man vielleicht auch die etwas kleineren und eher unbekannteren Tempel anschauen möchte. Außerdem lohnt es sich auch wirklich mal vom Weg abzukommen und zu entdecken, was es dort zu sehen gibt. Es ist nicht vorgeschrieben sich an einen der Rundwege zu halten.

Öffnungszeiten von Angkor Wat? Wann öffnen die Tempel?
Die meisten Tempel von Angkor Wat im Archälogiepark sind von 7:30 bis 17:30 Uhr geöffnet. Ausnahmen zum Sonnenaufgang ab 5 Uhr sind Angkor Wat, Phnom Bakheng und Srah Sang. Länger geöffnet zum Sonnenuntergang haben Phnom Bakheng und Pre Rup.

Tor zu Angkor Wat: Siem Reap, die verschlafene Kleinstadt

Bei der Kleinstadt Siem Reap handelt es sich um eine von Touristen dominierte Stadt, die alle die Nähe zu Angkor nutzen wollen. Auch wenn natürlich Angkor und Angkor Wat die Hauptattraktionen sind, lohnt sich ein Blick durch die Kleinstadt. Es gibt ein Museum, das sich mit der Kriegsgeschichte von Kambodscha beschäftigt, sowie zahlreiche Restaurants und Bars. Außerdem kann man sich eine Seidenfarm anschauen und dort lernen wie Seide eigentlich hergestellt wird. Das Ganze ist kostenlos und ein sehr interessantes Erlebnis! Die Stadt bietet darüber hinaus jährlich drei sehr einzigartige Festivals an wie das Fotografie-Festival, bei dem besondere Fotografen – lokal und international – vorgestellt werden. Etwas ganz Besonderes ist auch das kombodschanische Wasser-Festival, das Ende Oktober stattfindet und dessen Ursprung weit in die Vergangenheit zurückreicht.
Da es sich um eine durch Touristen am Leben erhaltene Stadt handelt, sind die Preise generell etwas höher, als in anderen Städten Kambodschas.

Bewohner von Siem Reap bei Angkor Wat (shutterstock/n Rawpixel.com)
Bewohner von Siem Reap bei Angkor Wat (shutterstock/n Rawpixel.com)

Anreise nach Siem Reap

Die Anreise nach Siem Reap ist über viele verschiedene Wege und für so gut wie jede Preisklasse möglich. Ganz klassisch kann man mit dem Flugzeug anreisen, da es sich bei dem Siem Reap International Airport um den zweitgrößten Flughafen in ganz Kambodscha handelt. Man kann auch von Bangkok aus mit dem Bus anreisen, muss dort aber aufpassen, nicht ausgenutzt zu werden. Die Busse kommen teilweise mit viel Verspätung und die Anbieter versuchen mehr Geld als nötig für das Visum zu nehmen und bieten schlechte Umrechnungskurse. Genau so kann man auch mit einem Boot oder Zug anreisen, man muss nur schauen was sich Zeit-leistungsmäßig rentiert. Für einen besonders luxuriösen Start, kann man auch für ab 1600$ mit einem Helikopter einfliegen.

Was kostet eine Fahrt im Tuk Tuk in Kambodscha?

Die Preise für eine Fahrt im Tuk Tuk unterscheiden sich natürlich an den touristischen Orten und auch an den Tageszeiten voneinander. In Siem Reap bzw. Angkor Wat sowie in der Hauptstadt Phnom Penh und an den Stränden von Sihanoukville sind die Fahrten am teuersten. In den ländlichen Gegend sind die Preise um einiges niedriger. Kurze Stadtfahrten kosten 1 bis 2 USD.

Ansonsten möchten die Tuk Tuk Fahrer dich am liebsten den ganzen Tag fahren. Tagestouren mit dem Small Circuit oder Grand-Circuit kosten ca. 12-20 US$. Zum Sonnenaufgang und Sonnenuntergang in Angkor Wat sind die Preise hoch – alle Touristen wollen dann natürlich zu den Tempeln. Dann kostet es 3-5 Dollar extra. Dann können im ganzen Tuk Tuk bis zu 4 Personen fahren. Hier gibt es alle Infos zum Tuk Tuk fahren in Angkor Wat.

Beste Reisezeit, Klima und Wetter

Generell ist die beste Reisezeit für Angkor Wat von November bis Februar. Der kälteste Monat in der Umgebung ist der Januar mit einer kältesten Temperatur von circa 20.8 Grad, also für unsere Verhältnisse sehr angenehm. Der März und April sind auch noch empfohlene Reisezeiten, zu denen es jedoch sehr heiß wird. Gerade der April ist der heißeste Monat des Jahres mit Temperaturen von bis zu 36 Grad. Der Mai eignet sich ebenfalls noch für den spannenden Trip, allerdings ist das der Monat, der als Übergang zur Regenzeit dient. Die Regenzeit ist dann von Juni bis Oktober, was gerade im Juni für eine heiße und feuchte Luft sorgt, die nicht unbedingt angenehm ist. Im September kann man mit bis zu 288 mm Niederschlag rechnen.

Sonnenuntergang und Sonnenaufgang erleben – das Highlight

Ein wahres Highlight sind immer und überall Sonnenauf- und Untergänge. Da bietet auch Angkor Wat keine Ausnahme. Um den Sonnenaufgang über Angkor Wat zu sehen muss man natürlich sehr früh los und man wird auch nicht die einzige Person mit diesem Einfall sein. Deswegen sollte man keine romantische Stimmung erwarten, sondern hunderte von Touristen, die auch alle das eine, perfekte Foto machen wollen, vor allem mit dem Wassergraben im Vordergrund und dem Spiegelbeld des Haupttempels. Der Sonnenaufgang ist trotz allem beeindruckend und das Licht direkt danach beleuchtet die Tempel sehr schön golden, wie sonst nur zum Sonnenuntergang. Für den Sonnenuntergang gibt es bis zu 34 verschiedene Orte in der Tempelanlage von denen sich der atemberaubende Blick auf den Sonnenuntergang lohnt. Das heißt wenn man keine Lust auf zu viele andere Touristen hat, dann gibt es Alternativen zu dem klassischen Sonnenuntergang an Phnom Bakheng.

Sonnenuntergang in Angkor Wat (shutterstock Von Guitar photographer)
Sonnenuntergang in Angkor Wat (shutterstock Von Guitar photographer)

Öffnungszeiten, Geld, wie teuer, Fortbewegung , Visa, Einreise, Anreise & Sicherheit

Natürlich sollte man sich vor der Einreise schon die typischen Gedanken machen wie Visum und Währung. Das Visum ist hier keine komplizierte Angelegenheit, man kann es sich in Siem Reap einfach bei zum Beispiel bei der Ankunft am Flughafen besorgen, alles was man braucht ist das Geld (30 USD) dafür und ein Passfoto. Zur Landeswährung kann man sagen, dass es zwar die lokale Landeswährung RIEL gibt, – auf der wir auch den legendären Angkor Wat Tempel bewundern können – trotzdem kommt man im Land hervorragend mit US Dollar zu recht. Man kann das Visum in jeder Währung bezahlen, zahlt in US Dollar aber keine Umrechnungsgebühren und kommt so am günstigsten davon. Verglichen mit Deutschland sind die Lebenshaltungskosten günstig, allerdings muss man bedenken, dass Touristenstädte wie Siem Reap generell teurer sind.

Was die Sicherheit angeht, lohnt es sich natürlich vor Einreise immer die Empfehlungen des Auswärtigen Amts durchzusehen. Wie in jedem Land, sollte man sich an bestimmte Verhaltensweisen halten und dann auch diesen Urlaub sicher überstehen.

Wenn man dann angekommen ist, ist Fortbewegung kein Problem – man kann sich Fahrräder mieten, mit dem klassischen Tuk Tuk fahren oder aber auch mit Bus oder Taxi.
Geöffnet ist die Anlage rund um Angkor Wat wie gesagt von 5 Uhr morgens bis 18 Uhr abends, wobei manche Tempel schon ab 15 Uhr schließen. Deswegen lohnt sich ein früher Besuch, der auch auf der Website von Kambodschas Tourismus empfohlen wird.

Fortbewegung in Angkor Wat - man könnte sich sogar einen Elefanten rufen (shutterstock.com Von GuoZhongHua)
Fortbewegung in Angkor Wat – man könnte sich sogar einen Elefanten rufen (shutterstock.com Von GuoZhongHua)

Kritik, Massentourismus & Unesco

Bei jeder großen Attraktion muss man überall mit einem hohen Besuch von anderen Touristen rechnen und gerade vor den besonders bekannten Tempeln wie eben Angkor Wat, kann es zu wahren Menschenmassen kommen. Jährlich kommen um die 2 Millionen Menschen um sich Angkor und die spannenden Tempel hautnah anzusehen, was natürlich viel klingt, aber verglichen mit anderen Touristenattraktionen auf der Welt gar nicht mal so viel ist. Aber auch in Angkor gibt es Tempel die weniger besucht werden und mit ein wenig Recherche vor der Anreise, kann man den Touristenmassen sehr gut ausweichen.
Seit 1992 handelt es sich bei Angkor auch um ein Weltkulturerbe, ausgezeichnet bei der UNESCO, was natürlich automatisch für sehr viel Aufmerksamkeit sorgt und Touristen anzieht.

Die Filmindustrie in Angkor Wat: Tomb Raider und Indiana Jones

Die antiken Tempel von Angkor Wat haben durch den Hollywood Streifen „Lara Croft: Tomb Raider“ aus dem Jahr 2001 mit Angelina Jolie in der Hauptrolle Berühmtheit erlangt. Der Originalschauplatz des Films sind der phnom Bakheng, Angkor Thom und dem Bayon. Der Tempel Ta Prohm mit dem großen Baum ist dabei am auffälligsten. hier ein Videoausschnitt des Films:

Ach so, die Indiana Jones Filme wie Indiana Jones und der Tempel Todes wurde gar nicht in Kambodscha gedreht, auch wenn der Ta Prohm oftmals „Indiana Jones Tempel“ genannt wird. Tuk Tuk Fahrer und Guides kennen die Filmkulissen und zeigen diese gerne – schließlich wurde der Tourismus in Kambodscha durch den Film groß.

Angor Wat Reise durch Kambodscha

Rundreise: Von Phnom Penh nach Angkor Wat

Die meisten Menschen wollen auf ihren Reisen möglich viel sehen. Deswegen bietet sich eine Rundreise von Phnom Penh nach Angkor Wat wunderbar an. Die Entfernung liegt bei 235 km Luftlinie und lässt sich natürlich auch einfach schnell (dafür aber auch kostenintensiver) durchführen. Viel spannender ist aber eine Reise auf dem Boden, die mit 319,5 km auch definitiv machbar ist und bei der man viel mehr zu sehen bekommt, als bei dem 45 Minuten Flug. Hier haben wir 3 Reiserouten durch Kambodscha vorgestellt.

Phnom Penh ist mit seinen 2 Millionen Einwohnern eine vergleichsweise kleine Hauptstadt und man kann sich praktischerweise alles zu Fuß anschauen. In der Stadt gibt es viel zu sehen und man sollte sich die Zeit nehmen diese zu erkunden.

Wenn man sich dann beispielsweise mit dem Zug in Richtung Angkor Wat macht, sollte man auf jeden Fall einen Stopp in Battambang einlegen. Eine verträumte Provinzstadt, die tatsächlich die zweitgrößte in ganz Kambodscha ist. Es handelt sich um eine Stadt, die nicht von Touristen überlaufen ist und eine schöne, ruhige Atmosphäre hat. Außerdem kann man von da aus ein Tuk Tuk zum Phom Sampbv nehmen. Dabei handelt es sich um einen Berg auf dem mehrere Tempel, Schreinen und Kalksteinhöhlen zu besichtigen sind. Außerdem gibt es eine etwas wacklige Holzbrücke von der man einen atemberaubenden Blick hat. Von da ist es auch nicht mehr weit bis Angkor Wat und man hat einiges von dem Land und seiner Dschungellandschaft gesehen.

Die politische Landkarte von Kambodscha mit der Hauptstadt Phom Penh und angkor Wat im Norden (shutterstock.com/Peter Hermes Furian)
Die politische Landkarte von Kambodscha mit der Hauptstadt Phom Penh und angkor Wat im Norden (shutterstock.com/Peter Hermes Furian)

Über das Land Kambodscha

Natürlich ist Angkor Wat die wichtigste Sehenswürdigkeit Kambodschas und ist das was jeder direkt mit Kambodscha verbindet. Trotzdem hat das Land noch viele weitere Sehenswürdigkeiten und Highlights zu bieten.

Unter anderem:

● Tonle Sap See
● Battambang
● Hauptstadt Phnom Penh
● Nationalpark Phnom Kulen
● Tempel in Rulous
● Kompot

Vom imposanten Königspalast mit der Silberpagode oder dem Tempel des Smaragd-Buddhas in der Innenstadt der Hauptstadt des Landes: Phnom Penh, bis zum größten Binnensee in Südostasien: dem Tonle Sap See, Kambodscha hat einiges zu bieten. Im Phnom Kulen Nationalpark verbirgt sich der gleichnamige Berg, der uralte Tempelanlagen und schöne Wasserfälle beherbergt und definitiv sehenswert ist. In dem Dorf Rulous stehen Tempel, die im 9. Jahrhundert gebaut wurden.
Kompot ist eine Stadt Kambodschas, die direkt am Fluss Teuk Chhou liegt. Die Stadt bietet zahlreiche Kolonialbauten und viele kleine Cafes. Außerdem sieht man von der Stadt aus die Elefantenberge des Phnum Bokor Nationalparks, der auch einiges zu bieten hat.

Kambodschas Geschichte liegt weit zurück und lohnt sich vor Ort erkundet zu werden.

Grundriss von Kambodscha mit der Nationalfahne des Landes und Angkorwat (shutterstock/fredex)
Grundriss von Kambodscha mit der Nationalfahne des Landes und Angkorwat (shutterstock/fredex)

Kurze Fragen und Antworten zu Angkor Wat

Wo liegt Angkor Wat?

Die Tempel von Angkor Wat sind quasi das Herz von Kambodscha, einem Land in Südostasien.

Wie alt ist Angkor wat?

Die imposanten Tempel wurden vor über 1000 Jahren ohne moderne Hilfsmittel gebaut, was wie ein Wunder erscheint. Nicht umsonst wurde Angkor Wat 1992 von der UNESCO als Weltkulturerbe ausgezeichnet. Die Tempel von Angkor Wat wurden unter dem kambodschanischen König Suryavarman II., der in der Zeit von 1113 und ca. 1155 regierte, erbaut.

Wie viele Tage nach angkor wat reisen?

Um den Sonnenaufgang und den Sonnenuntergang sowie die wichtigsten Tempel zu sehen, reichen 3 Tage in Siem Reap bzw. in Angkor Wat.

Wann wurde Angkor Wat entdeckt?

Erst unter der französischen Besetzung und Kolonialherrschaft wurden die Tempelanlagen im 18.Jahrhundert wieder entdeckt – mitten im Dschungel, überwuchtert von Bäumen und Pflanzen.

Was heißt Angkor Wat?

„Angkor“ bedeutet „Stadt“ und „Wat“ bedeutet „Tempelanlage“. Angkor Wat ist einer der vielen Tempel von Angkor.

Wie groß ist Angkor Wat?

Der gesamte Komplex Wat mitsamt Wassergraben umfasst eine Fläche von 200 Hektar. Die äußere Mauer ist 1025 x 802 Meter groß.

Gehört Angkor Wat zu den 7 Weltwundern?

Nein, Angkor Wat gehört nicht zu den 7 Weltwundern.

Gehört Angkor Wat zum Welterbe der UNESCO?

Ja, Angkor Wat wurde 1992 zusammen mit weiteren Angkor Tempeln in das Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen.